Bezirkstags-SPD besuchte Herzogsägmühle

von spdfraktion01

Die Herzogsägmühle bei Peiting ist eine besondere Einrichtung. In einer offenen Dorfgemeinschaft leben und arbeiten hier über tausend behinderte, kranke und sozial benachteiligte Menschen. Die von der „Innere Mission München – Diakonie in München und Oberbayern e.V.“ getragene Einrichtung will diesen Menschen nach eigenen Angaben einen „Ort zum Leben“ bieten.

Am 25. April 2013 besuchte die SPD-Fraktion im Bezirkstag von Oberbayern die Herzogsägmühle, um sich vor Ort über die Arbeit der Einrichtung zu informieren. Der Fraktionsvorsitzende Michael Asam hatte den Besuch initiiert, da er als Bürgermeister von Peiting gute Kontakte zur Hezogsägmühle unterhält. Wilfried Knorr, der Direktor der Einrichtung, sprach mit den Bezirksräten über aktuelle und zukünftige Entwicklungen.

Knorr mahnte u. a. an, in der Gesellschaft müsse ein sozialer Wertekonsens erhalten bleiben. Zwar würden z. B. Menschen mit Behinderung weniger diskriminiert als früher, müssten aber immer noch um Anerkennung kämpfen. Man bemühe sich daher vor Ort, die Herzogsägmühle und ihre Bewohner möglichst sozialverträglich in die Kommune integrieren.

Thematisiert wurde auch der Zusammenhang von ambulanten und stationären Hilfen im Sozialbereich. Knorr forderte Wahlfreiheit und Durchlässigkeit zwischen beiden Ansätzen ein. Auch müsse die Lebensqualität der Betroffenen gewahrt bleiben.

Knorr ging außerdem auf die Zukunft der Herzogsägmühle ein, die er stark durch die demographische Entwicklung geprägt sah: Neben altersgerechtem Wohnen und Arbeiten werde auch das Thema Pflege immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Fraktionsvorsitzender Asam war mit dem Gespräch sehr zufrieden: „Die Herzogsägmühle leistet hier vor Ort eine wertvolle Arbeit. Sie trägt nämlich zur Einbeziehung von Menschen bei, die es sonst oft schwer haben. Dafür gebühren der Einrichtung unser Respekt und unsere Unterstützung.“

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Der Direktor der Herzogsägmühle, Wilfried Knorr (links), mit dem Fraktionsvorsitzenden Michael Asam (2. v. l.) und weiteren Fraktionsmitgliedern.
(Foto: Werner Brandl)

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