Fraktionsklausur in Peißenberg

von spdfraktion01

Menschen mit Behinderung sollen in allen Bereichen noch besser einbezogen werden. Dies beschloß die Bezirkstags-SPD im April 2011 bei ihrer Fraktionsklausur in Peißenberg. Dort erläuterte Peter Pabst, Geschäftsführer des Beirats für Menschen mit Behinderung im Landkreis Weilheim-Schongau, die sog. Inklusion und ihre Umsetzung im Landkreis.

Die per UN-Richtlinie vorgeschriebene Inklusion geht noch weiter als Integration. Inklusion meint nämlich die komplett gleichberechtigte Teilhabe Behinderter. Das bedeutet nicht nur Barrierefreiheit in Gebäuden, sondern etwa auch die Aufnahme von Behinderten in Regelschulen oder die behindertengerechte Formulierung von behördlichen Dokumenten.

Von dem damit verbundenen Aufwand lassen sich die Sozialdemokraten jedoch nicht abschrecken, so der Fraktionsvorsitzende der Bezirkstags-SPD, Michael Asam: „Inklusion ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen.“ Und zwar unter maßgeblicher Einbeziehung der Betroffenen, wie Asam betont. Keinesfalls will man über deren Köpfe hinweg entscheiden.

Wert legen die Bezirksräte etwa auf Barrierefreiheit in den Kliniken des Bezirks. Auch unterstützen sie Bestrebungen der Bezirksverwaltung, behördliche Dokumente in einfacher Sprache zu formulieren. Daneben will die SPD die Landkreise und Kommunen für das Thema sensibilisieren. Weilheim-Schongau könne als Modell für vergleichbare Regionen dienen, so Asam, der Peter Pabsts nachhaltige Arbeit im Landkreis würdigte.

Bildungspolitisch soll Inklusion zum festen Bestandteil der Lehrerausbildung werden, damit Lehrer grundsätzlich für den Umgang mit behinderten Menschen geschult werden. Die SPD will so verhindern, daß Kinder mit Behinderung zwar inklusive Kindergärten besuchen, aber danach wieder in speziellen Schulen landen, weil in den Regelschulen die pädagogischen Voraussetzungen fehlen. Hier sehen die Bezirksräte den Freistaat in der Pflicht, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

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