Zwischen Rindviechern und Biotopen

von spdfraktion01

Das Donaumoos ist eine besondere Gegend. Die zwischen Ingolstadt, Schrobenhausen und Neuburg a. d. Donau gelegene Region war noch im 18. Jh. ein Sumpfgebiet. 1790 bis 1793 wurde das Donaumoos dann unter Kurfürst Karl Theodor trockengelegt und anschließend besiedelt. Heute sind dort weit über 10.000 Menschen beheimatet. Im Mai 2013 informierte sich die oberbayerische Bezirkstags-SPD vor Ort über das Donaumoos.

Anlaufstelle für die SPD-Fraktion war das „Haus im Moos“ in Karlshuld. Die Einrichtung ist zugleich Freilichtmuseum und Umweltbildungsstätte. Träger ist eine Stiftung, in der sich neben dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sowie den Gemeinden Karlshuld, Karlskron und Königsmoos auch der Bezirk Oberbayern engagiert. Der Bezirk ist außerdem am Donaumoos-Zweckverband beteiligt, der sich seit 1991 der Sanierung des Donaumoos widmet.

Museumsleiter Friedrich Koch zeigte den Bezirksräten die Einrichtung. Besucher können dort historische Häuser besichtigen, die Einblick in den Alltag früherer Zeit geben. Neben sorgfältig rekonstruierten Küchen und Gärten ist z. B. ein Ziegenstall zu sehen, und auch eine echte „gute Stube“ darf nicht fehlen. Naturerlebnispfade führen u. a. zu einem Weidendorf und einem Moortümpel.

Die Bezirksräte informierten sich auch über das Wisentprojekt Donaumoos. Das Wisent war noch im frühen 20. Jh. äußerst selten und musste erst wieder langsam herangezüchtet werden. Heute ist die beim „Haus im Moos“ grasende Herde von über 25 Wisenten eine beliebte Attraktion — zugleich aber ein lebendiges Beispiel für praktizierten Artenschutz.

Wie die Bezirksräte im „Haus im Moos“ erfuhren, gehören Biotop- und Artenschutz nämlich zu den Zielen der Arbeit vor Ort. Ein anderer Bereich ist der Hochwasserschutz, etwa durch die Schaffung von Hochwasserrückhalteräumen. Auch eine landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne umweltverträglicher Nachhaltigkeit wird im Donaumoos erforscht und praktiziert. Immerhin gibt es in Bayern kein größeres zusammenhängendes Kartoffelanbaugebiet.

Der Fraktionsvorsitzende der Bezirkstags-SPD, Michael Asam, würdigte das „Haus im Moos“ als wichtige Einrichtung: „Hier wird Geschichte veranschaulicht und gleichzeitig auf eine ökologische Zukunft hingearbeitet. Das ist eine ganz besondere Mischung.“

SPD-Fraktion-Donaumoos-2013-WEB
Foto (von links): Museumsleiter Friedrich Koch mit den Fraktionsmitgliedern Richard Salvermoser, Hiltrud Broschei, Jan Murken, Mike Malm, Michael Asam, Gerhard Wimmer, Günther Rödig, Ursula Bittner und Ruth Waldmann.

Advertisements