Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge

von spdfraktion01

Bezirkstag stimmte SPD-Antrag für bessere Betreuungsangebote zu

Aktuell kommen zahlreiche Flüchtlinge aus Kriegs- oder Krisengebieten nach Oberbayern. Viele dieser – häufig minderjährigen – Flüchtlinge habe schreckliche Erfahrungen gemacht. Deshalb bräuchten sie eigentlich eine systematische Betreuung und Behandlung durch Psychologen.

Die SPD-Fraktion im Bezirkstag von Oberbayern hat sich des Themas nun angenommen. Ein entsprechender Antrag wurde am 11. Dezember 2014 im Bezirkstags-Plenum beraten und dann mehrheitlich verabschiedet. Die Sozialdemokraten sehen den Bezirk u. a. deshalb in Verantwortung, weil er für die psychiatrische Versorgung zuständig ist.

Hier besteht für die SPD Handlungsbedarf: „Wir brauchen passende Behandlungskonzepte und -maßnahmen“ — so Bezirksrat Mike Malm, der den Antrag mit initiiert hat. „Also zum Beispiel spezielle Angebote für traumatisierte Kriegsopfer. Es geht hier um Hilfe für Menschen, die diese Hilfe wirklich brauchen.“

Deshalb sollen sich die zuständigen Stellen des Bezirks in nächster Zeit eingehend mit dem Thema Flüchtlinge befassen. Dies betrifft die Gremien der Gesundheits- und Sozialplanung, aber auch die Kliniken des Bezirks Oberbayern. Sie alle sollen auf angemessene Behandlungs- und Betreuungskonzepte hinarbeiten.

Der Antrag fordert mittel- und langfristige Strukturen für eine fachlich spezialisierte Betreuung, gerade auch in ländlichen Regionen. Angemahnt werden außerdem Aufstockungen beim Personal, etwa bei den Dolmetschern. Und es soll klar benannte und erreichbare Ansprechpartner für Flüchtlings-Einrichtungen geben.

Außerdem thematisiert der SPD-Antrag die Finanzierung der Flüchtlingshilfe. Dazu der Fraktionsvorsitzende Gerhard Wimmer: „Die Kommunen müssen finanziell entlastet werden. Der Bund muss sich stärker an den Kosten beteiligen und der Freistaat die Zahlungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernehmen.“

Das will übrigens nicht nur die SPD — auch der Bayerische Bezirketag hat schon entsprechende Entlastungen für die Kommunen gefordert.

 

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